Samstag, 28. Februar 2009

Asuncion, Conceptions und Mueckenviecher

Moin Moin! So nun meldet sich mal wieder euer beliebter Blog zu Wort!
Nachdem wir in Asuncion Geburtstag gefeiert haben, sind wir erst mal aus dem doch etwas schaebigen Busbahnhof-Stundenhotel in ein kleines aber feines Innenstadt Hotel gezogen. Ach ja, falls ihr euch fragt was wir den fuer Snobs sind und jetzt nur noch in Hotels absteigen. Gibt hier in Paraguay leider nix anderes, also nichts mehr mit gemuetlichen Hostels fuer ne ganze weile. Allerdings sind unsere neuen Unterkuenfte auch eher einfach und zweckmaessig gehalten und kosten meist nicht mehr als unsere bekannten Hostelpreise. Haben dann natuerlich erst einmal Sightseeing durch die City gemacht und uns die doch eher spaehrlich gesaeten Sehenswuerdigkeiten von Asuncion angesehen. Haben dann ueber Couchsurfing doch wirklich jemanden aus Ravensburg kennengelernt und uns natuerlich gleich mit ihr getroffen. Hat uns dann ein wenig mehr von der Stadt erzaehlt, ein Paar nette Ecken gezeigt und es gab Schweinsohren von nem deutschen Baecker! Ausserdem noch nen verdammt witzigen Abend mit nem Brasilianer und seinen argentinischen Freunden verbracht. War dann allerdings so spassig, dass wir den gesamten naechsten Tag zum auskurieren gebraucht haben. Weiters Highlight in Asuncion war noch das super leckere Essen, ob traditionelle paraguaische Kost, kleine Snacks auf der Strasse oder ein Abendessenbuffet das nach Kilopreisen bezahlt wird. Ansonsten hat uns die Stadt nicht so wirklich gefallen. Es gibt viele alte Gebaeude, ein paar Parks und einen protzigen Praesidentenpalast aber auch viele haessliche Zweckbauten, viel Muell und wenig gemuetliche Plaetze. Man merkt aber auch sofort, dass man sich in einem sehr viel aermeren Land aufhaelt. Hier fehlt einfach das Geld um die Gebaeude in Schuss zu halten und das Strassenbild wird von vielen Strassenkindern gepraegt. Ausserdem gibts hier unzaehlig viele Schnaken, von denen man sich doch richtig in Acht nehmen muss, da sie das Dengufieber uebertragen koennen. Ist hier sehr ausgepraegt und nicht selten angesteckt zu werden. Aber toi toi! Nach fuenf Tagen Asuncion gings dann am Freitag weiter nach Conception. Einer kleinen 50.000 Seelengemeinde Flussaufwaerts des Rio Paraguay. Hier kommt man sich noch viel "besonderer" vor, als wir das bis jetzt erlebt haben. Einen Fuss aus dem Bus gesetzt und deinen Riesenrucksack aufgesetzt, sind gleich eine Schar Menschen um dich versammelt. Wobei die Maenner nur in Einwortsaetzen "Taxi?" auf dich einreden und die Kinder sich doch sehr ueber unsere Aufmachung amuesieren. Kamala wurde gleich ein Staendchen auf dem Blockfloete vorgespielt und anschliessend haben wir dann doch das Taxi dem Pferdekarren vorgezogen um zu Hotel zu kommen.
Hotel Frances. Das beste Haus am Platz. Jepp und wir sind drin. Klimaanlage, Fruehstueck und sogar nen richtig grossen Pool, alles aber dennoch in einem schoenen alten Gebaeude das in einer der zwei gepflasterten Strassen der ganzen Stadt liegt. Kommen uns schon fast ein wenig komisch vor mit unserem Luxus in dieser doch sehr einfachen Stadt. Bleiben hier noch bis Montag und geniessen das Nichtstun, die super schoene Innenstadt und den erfrischenden Sprung in den Pool (bei 34 Grad auch zwingend notwendig!). Heute Abend gehts mal noch in City, sah so aus als waehr hier heut nochmal Karneval angesagt. Allerdings muss ich mir erste einmal mein neu eingefangenes Horn abschwellen lassen. Hat mich doch vorhin irgendein sch...ss Viech mitten auf die Stirn gestochen und seither lauf ich als Einhorn rum. Dengu laesst gruessen!
Hab aber ja noch´n paar Tage Inkubationszeit, also meld mich dann wieder!

Asuncion

Verschwitzte Grusse nach Deutschland!
Lucas und Kamala

Montag, 23. Februar 2009

Feucht-Froehlich durch die Falls und den Geburtstag

So, nun bin ich doch auch schon wieder ein Jaehrchen aelter geworden und hab nun stolze 24 Lenze erreicht. Auf diesem Weg sag ich erst einmal vielen Dank fuer die vielen Glueckwuensche die mich erreicht haben und it traurig sein, wenn ich nicht jedem zurueckschreiben kann. Sind nun schon seit gestern Abend in Asuncion und haben gestern schoen feucht froehlich in einer tollen Kneipe in meinen Geburtstag gefeiert. Heute einen sehr entspannten Tag eingelegt und einfach die Tatsache genossen an meinem Birthday in der Hauptstadt von Paraguay zu sein!
Seit unsere Abfahrt in Chui ist schon wieder so verdammt viel passiert. Zunaechst sind wir ja ueber Florianopolis nach Foz do Iguacu gefahren. Dort mussten wir uns erst einmal in einem Hotel einnissten da alle Hostels voll waren. Das besten drauss gemacht und erst mal die Vorzuege davon genossen. Am naechsten Tag gings dann mit ner Tour auf die argentinische Seite der Iguacu Falls. Wahnsinn wie spektakulaer diese Wasserfalle sind! Zunaechst laeuft man ueber Wege und Stege ueber die aeusseren Auslaeufer und arebeitet sich so immer naeher heran. Mit jeder Kurve und jeder Bruecke kommt man den gigantischen Wassermassen immer naeher. Weiter gehts mit einem kleinen Zug durch den Dschungel, an der Rueckseite der Faelle entlang, um von dort zur beruehmten Garganta del Diabolo zu gelangen. Ueber weitere Stege und Bruecken, die ueber den Zufluss der Faelle fuehren, gelangt man schliesslich zum gewaltigsten Teil der Falls. Die Teufelsschlucht ist wie ein dampfender, tosender Kessel in dem in wenigen Sekunden gewaltige Massen an Wasser hinabstuerzen. Anschliessend gings wieder zurueck um Abschliessend den Faellen noch ganz nah zu kommen. In einem Boot fuer ca 30 Leute, eingepackt in Schwimmwesten und einer Menge fun gings dann in voller Fahrt direkt in die Falls rein. Das ganze hatte zwar eher was von Vergnuegungspark aber es war auf jeden Fall ein Heidenspass und so nass von oben bis unten zu sein war bei der sonstiegen Hitze auch genial. Mit dem Boot gings dann noch ne weile den Fluss entlang und anschliessend auf der Ladeflaeche eines Trucks durch einen Teil des Nationalparks von Iguacu. Einen tollen Tag genossen und die Falls ganz nah erlebt. Am naechsten Tag gings dann mit zwei anderen Backpackern, die wir im inzwischen bezogenen Hostel kennen gelernt haben, auf die brasilianische Seite der Faelle. Hier ist man zwar zunaechst weiter weg, hat aber dafuer einen groesseren und besseren Blick auf die Gesamtheit der Falls. Zum Abschluss gehts dann aber auch hier ueber Bruecken und Stege zu einer phantastische Aussicht zwischen die Falls auf der man wieder schoen nass wird. Mittags war dann die inoffizielle zweite Sehenswuerdigkeit dran – einen Abstecher nach Ciudad del Este in Paraguay. Hier kommt jeder her um zu fast unmoeglich guenstiegen Preisen Elektronikartikel zu kaufen. Abends dann mal wieder super lecker zu viert gekocht und den Abend genossen. Am naechsten Tag wieder unsere Sachen gepackt und schon wieder weiter gezogen. Zunaechst ueber die Grenze nach Paraguay nach Ciudad und dort einen Nacht verbracht. Am Abend gings dann zur Lightshow des Itaipu Staudamms – dem zweitgroessten der Welt! Kurz mal ein paar Angaben: Er verschlang die stattliche Summe von 18 Milliarden Dollar, jede Sekunde schießen bis zu sechs Millionen Liter Wasser durch die Schleusen, das ergibt 90.000 Gigawattstunden pro Jahr, er deckt 95% und 30% des Stromverbrauchs von Paraguay bzw. von Brasilien ab, der verbrauchte Beton wuerde fuer 210 Fussballstadien der Groesse des Maracana (Rio) reichen und der Stahl fuer 380 Eifeltuerme. Allerdings mussten auch tausende von Menschen umgesiedelt werden, jahrtausende alte Naturschaetze wurden zerstoehrt und Wasserfaelle in der grosse der Iguacu Faelle wurden geopfert.
Am naechsten Tag gings dann noch einmal durch diese riesige Ansammlung von Staenden und Kaufhaeusern die einfach alles verkaufen und mit unglaublich guenstiegen Preisen um sich werfen. Allerdings kann man bei dem meisten froh sein wenn es nur vom Laster gefallen ist und nicht etwa geklaut ist. Aber der Preis machts halt dann wieder wett und handeln ist natuerlich Pflicht! Mittags gings dann weiter nach Asuncion, wo wir Abends ankamen und anschliessend mit viel fun in meinen Geburtstag gefeiert haben.
So nun habt ihr mal wieder nen ordentlichen Bericht bekommen und habt hoffentlich Freude am lesen gehabt. Nochmal Thanks fuer die vielen Geburtstagsgruesse!!!
Lucas und Kamala

Iguacu Falls & Paraguay

Montag, 16. Februar 2009

Paraguay adios! Brasil ola! Iguacu-Falls hasta pronto!

Olá, agora já estamos no Brasil chegou!
Aber dazu erst spaeter. Haben uns ja seit dem letzten Eintrag doch etwas Zeit gelassen. Ich hoffe ihr schaut trotzdem immer mal wieder vorbei, denn heute wuerds sich´s wieder lohnen.
Letztes mal waren wir ja noch in Montevideo unterwegs. Eine super wohnliche Stadt, die ich jedem nur empfehlen kann. Zum einen der tolle Grossstadtflaier mit dem geschaeftigen Treiben, den ausufernden Maerkten und den so verschiedenen Strassen, Plaetzen und Virteln. Zum anderen eine sehr gemuetliche und einfach angenehme Art der Menschen und der Umgang mit dem Alltag. Man hat ueberall kleine ruhige Parks und Ecken um sich auszuruhen und natuerlich gleich einen super Beach vor der Haustuer. Hat einfach den Charme von Buenos Aires, ist dabei aber viel gemuetlicher, kleiner und nicht so stickig. Haben auch eine Deutsche getroffen die hier lebt und uns von ihr ein wenig die Stadt und ihre Winkel zeigen lassen. Ansonsten einen gigantischen Markt besucht auf dem es wirklich alles zu kaufen gab, von den lebenden und toten Tieren ueber Moebel, Obst, Gemuese, hunderte von Buchstaenden und vieles weitere. An der sagenhaften Strandpromenade entlang marschiert, die Abends voll mit Menschen ist, die das Ende des Tages geniessen und mit Musik und Tanz in die Nacht feiern. Und natuerlich den schon beschriebenen phantastischen Karnevalsumzug gleich am ersten Abend.
Nach nur vier Tagen gings aber dann auch schon weiter nach Osten an der Kueste entlang. Haben allerdings bewusst den Glamour- und Touriort Punta del Este ausgelassen und sind gleich weiter nach La Paloma gereist. Ein kleines Surferoertchen, dass nicht viel aber auf jeden Fall tolle Wellen hat. Dort mal wieder unser Zelt aufgeschlagen und ein paar Tage Strandfeeling und Entspannung genossen! Anschliessend gings nach Punta del Diablo, einem super entspannten Fischer- und Surferdorf mit ein paar hundert Einwohnern. Hier ist der Hotspot fuer jeden Surfer und so ziemlich jeder Backbacker der durch Uruguay reist kommt hier her. Die Strassen bestehen nur aus Sand, keine Huette ist groesser als 1 Stockwerk und neben dem Surfen gibt es eingentlich nur noch am Beach liegen, in ner Haengematte liegen oder auf den tollen Felsen, die den Strand einrahmen, zu liegen. In dieser chilligen Atmosphaere sind wir dann auch fuenf Tage haengen geblieben und erst am Sonntag weiter nach Chuy aufgebrochen.
Chuy (Uruguay) ist nur durch eine Hauptstrasse von Chui (Brasil) getrennt. D.h. eine Strassenseite das eine Land und wenn man ueber die Strasse laeuft ist man im anderen. Allerdings hat man ein wenig den Aufwand seinen saemtlichen Ausreis- und Einreisestempeln hinterher zu rennen, da diese natuerlich an weiter Entfernten Grenzuebergaengen abgeholt werden mussen. Ham´s aber auf jeden Fall hinbekommen und sind nun die letzten 15 Stunden durch Brasilien bis nach Florianopolis gefahren. Wollen aber Brasil nur als Durchreiseland benutzten, da es aufgrund seiner Groesse fuer den naechsten Trip viel besser geeignet ist. In diesem Sinne gehts in zwei Stunden auch schon wieder weiter nach Foz do Iguacu! Jepp, Busfahren macht so viel Spass, dass es gleich wieder auf die naechste 14 Stunden Tour geht. Werden dort dann auch nicht allzu lang bleiben (2Tage) um dann auch bald nach Paraguay einzureisen.

So, nun muessen wir noch ein Hostel fuer Foz suchen und was zum Essen fuer die Fahrt organisieren. Vom Hostel kann man dann auch wieder besser Blog schreiben!

Ganz viele Gruesse an euch alle daheim! Lucas und Kamala

Samstag, 7. Februar 2009

Buenos Noche, Karneval!

Buenos Noche!
Wir haben hier gerade vier Uhr in der Frueh und kommen vom Karneval zurueck!!! Sind ja erst heute Mittag hier gelandet, haben im Red Hostel eingecheckt und dann erst einmal wieder Grossstadtluft geschnuppert. Und wie's der Zufall so will fand gerade heute ein Karnevalsumzug statt. Also, wir natuerlich um halb neun hin, da dann offizieller Start des ganzen war. Aber natuerlich - ganz suedamerikanisch - hats dann um zehn begonnen. Ein riesen Spektakel! Die Gruppe bestehen aus den verschiedenen Tanzschulen von und um Montevideo und jede hat seinen ganz eigenen Stiel. Viele bunte Kostueme, gigantische Fahnen und Rhythmen die keinen ruhig sitzen lassen. Die Strassen sind dabei gesaeumt von Menschen, denn keiner will sich dieses Spektakel entgehen lassen. Und die daraus enstehende Dynamik ist ueberwaeltigend! Ich will es mal mit etwas vergleichen, die Stimmung ist so wie wenn am Rutenfest Baerengarten,Buergertreff, Adlerschiessen und Festzug gleichzeitig stattfinden wuerden und waehrenddessen Deutschland Weltmeister wird! Also, fuer deutsche Verhaeltnisse einfach unmoeglich.

Karneval in Montevideo

Muss jetzt erst einmal ins Bett, denn nach 6 Stunden am Strassenrad stehen und mitfeiern wollen die Beine nichts mehr machen.
Guts Naechtle, Lucas

Dienstag, 3. Februar 2009

Uruguay !!!

Auf geht's, die Reise in ein neues Land!
So wie schon in Buenos Aires ausgetuefftelt gings letzte Woche zunaechst vom Bahnhof mit der S-Bahn durch die Vororte bis schliesslich nach Tigre. Von dort mit dem Schiff durch das tolles Flussdelta bis hinueber nach Carmelo in Uruguay. Tolle fahrt durch die verschiedenen Flussarme an deren Ufer rostende, halb versunkene, grosse und kleine Schiffe sich tummelten. Zunaechst noch mit vielen Haefen, Werften und Haeusern spaeter mit viel Vegetation. Man fuehlte sich schon fast ein wenig wie im Amazonas. Anschliessend dann vier Naechte in dem kleinen verschlafenen Carmelo verbracht. Netten und kostenlosen Platz zum Campen gefunden, der direkt am schoen Sandstrand lag und uns mehr als nur einmal einen tollen Sonnenuntergang beschert hat.
Gestern ging's dann weiter nach Colonia del Sacramento - super schoenes Staedtchen! Zunaechst von den Portogiesen gegruendet um Schmuggelware nach Buenos Aires zu bringen, wurde es spaeter von den Spaniern uebernommen. Die Altstadt hat sich wohl kein bisschen seit dieser Zeit veraendert, denn neben den phantastischen Kolonialzeitgebaeuden, den alten Strassen, Stadtmauern und Kirchen kann man sich perfekt in diese Epoche hineinversetzen. Auch unser Hostel ist ein wunderschoenes altes Gebaeude mit einem tollen Innenhof und wunderschoenen Zimmern. Werden hier vermutlich auch noch zwei Tage bleiben, bis es dann weiter nach Montevideo geht.

Von Uruguay !!!

Gruessle Lucas und Kamala