Dienstag, 19. Mai 2009

Die letzten Stunden auf kolumbianischem Boden

Nun ist es wirklich so weit! Wir verabschieden uns von Suedamerika und kommen wieder nach Hause zurueck! Nach unzaehligen Eindruecken, Bildern, Landschaften, Menschen, Staedten und Erfahrungen koennen wir nun gluecklich und zufrieden zurueck kommen und freuen uns schon auf das grosse Wiedersehen mit allen Freunden, Familie und Verwandten.
In 9 Stunden steigen wir, hier in Bogota, in den Flieger um zunaechst nach Toronto zu gelangen. Dort dann ein wenig die Zeit tot schlagen und schliesslich am Mittwoch Abend den letzten Flug nach Frankfurt antreten. Schliesslich koennen wir dann am Donnerstag um 7:00 Uhr Morgens den Frankfurter Boden kuessen!!!

Anmerkung an Lucas' Anhang:
Wer's immer noch nicht weiss, am Fr Abend gibts ne grosse Sause in dr Hoki in Weingarten, also schaut einfach zwischen 21:00 Uhr und 02:00 Uhr vorbei und trinkt 1-15 Bierchen mit mir!
Freu mich schon drauf!!!

Anschliessend noch ein paar Eindruecke von Quito und Bogota.
Lasst die Bilder sprechen (Erzaehlungen kommen dann persoenlich nach)!

Quito & Bogota

Drueckt uns die Daumen, dass beim Fliegen alles glatt laeuft unf wir gut ankommen!
Viele Gruesse an euch alle!
Bis in wenigen Tagen!!!
Lucas und Kamala

Donnerstag, 30. April 2009

Nur noch 20 Tage Suedamerika...

So, nun werden die Tage immer weniger und die Blogs schliessen sich auch daran an. Nachdem wir das letzte mal noch in Lima waren, gings anschliessend an der Pazifikkueste entlang Richtung Norden. Die naechste Stadt fuer einen Stop war dann Trujillo, super schoene alte Gebaeude, Kirchen und Plaetze. Ausserdem die groesste Lehmziegelstadt der Welt erkundet, Chan Chan. Die um 1300 enstandene Staette war einmal die groesste praekolumbische Stadt Amerikas und erstreckt sich mit seinen 10.000 Gebaeuden auf einer risiegen Flaeche. Toll anzuschauen! Weiter gings an den phantastischen Straenden Perus entlang bis zur Grenzstatdt Tumbes um dann schliesslich nach Ecuador einzureisen. Nun sind wir seit drei Tagen in Guayaquil, mit knapp 2 Millionen Einwohnern die groesste Stadt des Landes. Eine tolle pulsierende Metropole die einen an Buenos Aires und die anderen Hauptstaedte unsere Reise erinnert, allerdings alles etwas kleiner. Die Stadt hat neben ihren tollen Pasagen, Gebaeuden und Plaetzen vor allem eine phantastisch angelegte Uferpromenade zu bieten. Hier kann man Stundenlang entlang laufen, in den vielen Parks entspannen und an jeder Ecke sich den Bauch voll schlagen. Ausserdem herrscht mal wieder eine drueckende Bombenhitze, die die Erkundungstouren zur schweisstreibenden Angelegenheit macht.
Morgen gehts dann vermutlich weiter an die Kueste, in ein paar Tagen dann nach Quito und schliesslich nach Kolumbien. Nun heisst es wirklich, die letzten Tage gut planen, um noch viel aus diesen beiden Laendern mit zu nehmen.

Trujillo & Guayaquil


Auch fuer alle zu Hause heisst es nun die Tage zaehlen, denn all zu lang habt ihr uns nicht mehr vom Hals :-)

Gruesse Lucas, Kamala

Montag, 20. April 2009

Oase vs. Grossstadt

Nachdem wir ueber den Titikakasee nach Peru eingereist waren gings zunaechst in einen der tiefsten Cayons der Welt. Die gigantisch anzusehenden Colca Canyons haben vom hoechsten Gipfel bis ins Tal eine Hoehe von 3200m an dessen Spitze Schnee liegt und in dessen Flusstaelern Palmen und Kakteen wachsen. Ausserdem lebt hier eine vielzahl an Condoren, die man aber leider erst ab Juni zu Gesicht bekommt. Dennoch spektakulaere Aussichten genossen und ein wenig rumgewandert. Weiter gings dann ueber Arequipa, immer tiefer, bis zu den Wuesten um Ica herum. Zunaechst an der Westkueste entlang, bis sich irgendwann die umliegende Aussicht in eine einziege Sandlandschaft verwandelt. Ein paar Kilometer von Ica entfernt, liegt eine kleine Oase Huacachina, umgeben von Palmen und Hotels. Dort vier sehr entspannte Nichts-Tu-Tage verbracht und einfach entspannt. Sitzt man dann Abends auf den hoechsten Duenen, kann man die tolle Aussicht der nicht enden wollende Sandlandschaft geniessen. Ausserdem gabs noch nen klasse Sonnenuntergang, bei dem die ganze Umgebung ein wenig an 1001 Nacht erinnerte. Am naechsten Tag gings schliesslich nach Lima, Perus Hauptstadt. Auch wieder eine Riesenstadt mit 8,2 Millionen Einwohnern. Allerdings liegen die verschiedenen Virtel ziemlich verstreut, und man muss sich viel mit Bussen und Taxen fortbewegen. Haben uns dort gleich mal ins gleiche Hostel wie dr Villi (Kamalas Schwager in Spe), den wir ja schon mal in Cochabamba getroffen haben, einquartiert. Zu dritt dann die letzten Tage verbracht, seinen Geburtstag gefeiert und ein wenig die Stadt erkundet. Gestern ist er dann allerdings schon wieder nach Deutschland geflogen und wir werden noch ca. 2 Tage hier verbringen. Noch mehr von der Stadt sehen und schauen wo´s als naechstes hingeht.
Vermutlich einfach mal die Kueste entlang um langsam der ecuadorianischen Grenze naeher zu kommen.

Huacachina


Lima

Viele Gruesse
Lucas, Kamala

Samstag, 11. April 2009

Frohe Ostern!!!

So nun bekommt ihr doch auch mal wieder was zu hoeren. Das letzte beschriebene Reiseziel war ja Cochabamba. Dort haben wir drei Tage verbracht und sind anschliessend nach La Paz weitergereist. La Paz, die inoffizielle Hauptstadt und Regierungssitz von Bolivien! Eine tolle Stadt mit unglaublich viel Charme und einer absolut chaotischen Bauweise. Hier haette jeder Staedtebauer seine grosse Freude oder das grosse Entsetzen. In einem Tal gelegen, umgeben von einer gigantischen Bergkulisse und so weit das Auge reicht stehen Haeuser und Huetten auf, neben, ueber und in einander. Die engen Strassen sind von hunderten von Taxis, Bussen und vor allem Minibussen so vollgestopft, dass meistens gar nichts mehr geht. Dazwischen strahlen die alten Regierungsgebaeude und schoenen Plaetze und laden zum verweilen ein. Ausserdem kann man hier wunderbar Geschenke und Souveniers shoppen, dass wir dann auch in grossem Stil gemacht haben! Eingezogen sind wir gleich neben dem skurrilen Hexenmarkt von La Paz. Auf diesem kann man verschiedenste Kraeuterchen, Traenke, Lamafoeten, getrocknete Kroeten und sonstiege Wundermittelchen kaufen um sein Leben zu erleichtern oder Unterstuetzung von der Unterwelt zu bekommen. So wird z.B. bei einem Hausbau ein Lamafoetus unter der Tuerschwelle vergraben um den Bewohnern Glueck zu bringen. Die Stadt kann man auch wunderbar zu Fuss erkunden denn man wird sich nie verlaufen. Immer den Berg hinab und man ist wieder auf der Hauptstrasse. Allerdings kommt man bei den immer noch 4000 Hoehenmetern ziemlich ins schwitzen und hecheln.
Nach vier Tagen gings dann wieder weiter an den beruehmten Titikakasee. Der hoechsten beschiffbare See der Welt (in dieser Groesse)! Wunderschoen zwischen Bergen gelegen und ein wenig an unseren Bodensee erinnerend (ach mein Bodensee!!!) sind wir zunaechst in Copacabana angekommen. Am zweiten Tag gings zunaechst mit dem Schiff auf die Isla del Sol. Die Sonneninseln, auf der der Legende nach der Ursprung der Inkas liegt, kann man phantastisch ueber Huegel, Berge und Taeler wandern und hat dabei nichts als Ruhe und Enspannung um sich. Keine Autos, keine Maschinen und nur sehr wenige Menschen bewohnen diese Insel. Wunderschoen auf einer Bergspitze gezeltet und am naechsten Tag fruehmorgens den Inkatrail zum Sonnentempel abmarschiert. Zunaechst in stroehmenden Regen, spaeter mit tollem Sonnenschein ueber die alten Pfade und Wege gewandelt. Dies ist auf jeden Fall eine Insel um darauf gluecklich zu Leben!
Nun sind wir gestern ueber die Grenze nach Peru eingereist und sitzen gerade in Puno zum Fruehstuecken. Gegen Mittag gehts aber dann schon wieder weiter nach Arequipa und zu den nahen Colca Canoyns. Der weiter Weg wird an der Westkueste entlang nach Lima fuehren.
Wer es noch nicht weiss, wir haben nun unserern Rueckflug gebucht und werden am 21.05.09 Morgens um 7:00 Uhr in Frankfurt ankommen. Die Kamala hat sich jetzt doch keinem Kloster angschlossen und wird auch in keinem Heim hier arbeiten. Somit reisen wir nun doch bis zum Schluss gemeinsam weiter. Der weitere Weg wird uns durch Peru, ein bisschen Ecuador und schliesslich nach Kolumbien fueheren. Von Bogota gehts dann schliesslich wieder zurueck nach Deutschland.

La Paz


Copacabana


Wir wuenschen euch allen ein schoenes Osterfest und viele bunte Eier!

Viele Gruesse
Lucas, Kamala

Sonntag, 29. März 2009

Von den Mienen bis in die Wueste...

Lang lang ist´s her, seit dem letzten Eintrag. Haben seit dem letzten mal natuerlich wieder einiges erlebt. Zunaechst gings von Samaipata mit dem Nachtbus ueber die Schotterpiste nach Sucre - Boliviens Hauptstadt. Auch dies ist eine wirklich wunderschoene Stadt und landet bei meinem Hauptstadtranking gleich hinter Montevideo. Viele kleine Gassen zum erkunden, tolle Gebaeude an jeder Ecke und unzaehlige Hinterhoefe die ihre eigene Geschichte erzaehlen. Unsere Hauptanlaufstelle war allerdings der riesige Mercado Central auf dem, auf verschiedenen Ebenen, unmengen an Koestlichkeiten angeboten worden sind. Das Highlight allerdings waren die koestlichen frischgemixten Fruchshaks, die wir zu jeder moeglichen Tageszeit probiert haben. Ausserdem gab es Kultur in Form von Museum, Filmen, Plazakonzerte und Stadterkundungen. Einfach toll durch die Innenstadt mit ihren weissgetuechnten Haeusern (UNESCO Kulturerbe) zu laufen und ueberall was zu entdecken. Nach 4 Tagen Sucre ging es dann weiter in die hoechste Stadt der Welt (zumindest in dieser Groesse) auf 4070m. Hier oben musste man sich erst einmal an die Hoehe gewoehnen, denn schon der kleinste Kraftaufwand hat einen aus der Puste gebracht. In einem kleinen Hostal eingecheckt und am naechsten Tag die City erkundet. Potosi war einmal die groesste und aufstrebenste Stadt Amerikas, als die umliegenden Mienen mehr Silber ausspuckten als gefoerdert werden konnte. Allerdings hatte dieser Glanz auch die Schattenseite, dass unter den herrschenden Spaniern Millionen von Indigenos und aus Afrika eingeschiffte Sklaven in den Mienen den Tod fanden. Nachdem die Silbervorkommen erschoepft waren brach die Wirtschaftsmacht zusammen. Heute arbeiten noch ca. 4000 Arbeiter in den Mienen und versuch etwas brauchbares heraus zu holen. Im Rahmen einer Tour sind wir dann am dritten Tag selbst in voller Montur (Schutzkleidung, Helm und Lampe) zu den "Kumpels" in die Stollen gegangen. Zuvor noch ein Paar Geschenke wie Koka, Limonade und fuer uns Dynamit auf dem Markt eingekauft. Nach zwei Stunden in der Dunkelheit unter dem Felsen hat unsere Guide noch ganz laessig der Sprengsoff gezuendet. Nicht viele, aber interessante Bilder aus den Mienen gemacht!
Am naechsten Tag sind wir dann, nach einer toller Fahrt durch Berge und Kennyens bis schliesslich die ersten Vorboten der Wueste uns begruesst haben, in Uyuni angekommen. Ausserdem kann man hier wirklich alle paar Kilometer ein Lama nach dem Weg fragen, da es einfach so viele gibt! Uyuni ist der quasi der Eingang zur Salar de Uyuni - der Salzwueste! Nach dem wir einen Tag zum umschauen und suchen einer Tour benoetigt haben, gings dann vorgestern ab in die Wueste. Mit einem Jeep, vier Japanern und unserem bolivianischen Guide war unser erstes Ziel der Eisenbahnfriedhof vor der Stadt. Hier stehen die alten, rostenden Zugpferde der silbernen Potosi-Zeit, die die Rohstoffe nach Chile gebracht haben. Weiter gings dann zunaechst an den Rand der Wueste, in ein kleines Dorf deren Bewohner taeglich hinausfahren um das Salz zusammen zu kratzen und dann auf LKW´s zu laden. Natuerlich auch dort vorbei und ploetzlich steht man in mitten dieses weissen, strahlenden Nichts und hat eine so sureale Umgebung um sich! Faehrt dann 65km auf dem weissen Grund, immer geradeaus auf eine einsame Insel zu. Dieser Huegel steht mitten in der Salzwueste und beherbergt tausende von tausenden Jahre alten Kakteen. Phantastisch anzuschauen und tolle Bilder zu machen. Nach dem Lunch gings dann wieder weiter oestlich zum spektakulaeren Vulkan an dessen Fuss wir in einem Salzhotel die Nacht verbrachten. Von den Waenden, uber das Bett bis hin zum Boden, einfach alles aus Salz gebaut! Am zweiten Tag unserer Tour war dann das Erklimmen des Vulkans dran, wobei meine Reisegruppe doch etwas schwaechelte und ich schliesslich alleine oben die Aussicht geniessen durfte! Tolle Erlebnisse in der Salar de Uyuni genossen und gestern dann gleich Abends mit dem Nachtbus nach Oruro gefahren. Die vermutlich anstrengenste Busfahrt meines Lebens genossen. Bitte stelle sich jetzt jeder eine Schotterpiste mit unzaehligen Schlagloechern vor und nun fahrt auf dieser ca. 5h am Stueck hoch und runter, ein Mixer ist ein Spass dagegen!
Was sonst noch so zu erwaehnen ist: Hab zwar meine Digitalkamera keinem dahergelaufenen Kleinkriminellen ausgehaendigt aber kaputt ist sie auch so gegangen, also ham wir jetzt "nur" noch ne digitale und ne analoge Spiegelreflex, hab bloederweise mein so wichtiges Woerterbuch verloren und trauer ihm noch immer nach, meine kleines schwarzes Moleskin mit den taeglichen Eintraegen ist nun voll und ich widme mich dem grossen zu und ein kleines Paeckchen Koka darf ab jetzt auf keiner Busfahrt fehlen (ganz legal, und hilft gegen Hunger, Kaelte, Muedigkeit und Hoehenkrankheit)!
Habens aber geschafft und werden nun hier einen Tag verbringen um Morgen weiter nach Cochabamba zu kommen und sich dort hoffentlich mit dem Villi und seinen Kumpanen zu treffen (Kamalas Schwager in Spe). Das weitere Reiseziel sieht dann La Paz und den Titikakasee in ein paar Tagen vor.

Sucre


Potosi


Uyuni


So heute sollen mal Bilder mehr als Worte sagen, hoffe ich bekomm alle hoch geladen.
Gruesse Lucas und Kamala

Dienstag, 17. März 2009

Bolivien!!!

Willkommen in Bolivien! Letzten Montag haben wir die Grenze nach Bolivien ueberschritten und reisen nun durch das aermste Land Suedamerikas. Hohe Erwerbslosigkeit, geringes Einkommen und wenig oeffentliche Gelder praegen das Bild von Staedten und Doerfern. Doch trotz oder gerade wegen der Einfachheit der Haeuser, der ungeteerten staubigen Strassen und der zerfallenden kolonialen Gebaeude sprueht dieses Land vor so viel Charme. Kommt man dann erst einmal aus der Stadt heraus, phasziniert einen die wunderschoene Landschaft die diese Land zu bieten hat. Von anfaenglich sanften Huegeln ueber bis an die Spitzen begruente Berge, wunderschoene Taeler die vor fruchtbarkeit spruehen, Waelder die so dicht wie der Amazonas sind und Flusse die zum hineinspringen einladen.
Zunaechst gings mit dem "Tren de la muerte" von Quijerro nach Santa Cruz. Eine wackelige, laute und abenteuerliche Fahrt durch tolle Landschaften und winzige Doerfchen. An diesen wurden dann auch in regelmaessigen Abstaenden gehalten und eine Heerschar von grossen und kleinen Verkaeufern stuermte die Wagons. Bei diesen konnte man dann kleine Snacks, Suessigkeiten, Getraenke und komplette Essen kaufen. Mit einer Pollo-Reis-Schale zum Mittagessen gings dann weiter durch dichte Waelder, weite Wiesen, handgebaute Tunnel und verlassene Bahnhoefe. Nach 22h Zugfahrt liefen wir dann schliesslich am Mittwoch Morgen in den Bahnhof von Santa Cruz ein. Haben uns dort erst einmal mit zwei Maedels aus Bremerhaven, die wir im Pantanal kennen gelernt haben, im Hostel getroffen und mit diesen dann auch die weiteren Tage verbracht. Santa Cruz ist eine sehr geschaeftige Stadt in dessen kleine Gassen doch ein richtig wildes Verkehrsaufkommen herrscht. Die ganze Stadt ist Ringfoermig aufgebaut, wobei wir uns meist im Innersten mit seinem grossen Plaza, der Kathedrale, vielen Bars und kleinen Laeden aufgehalten und auch gewohnt haben. Santa Cruz ist wohl auch eine reichere Provinz, merkt man besonders um den Plaza herum, und versucht sich gerade von der Regierung abzugrenzen. Die beschrieben Gefahr der Denguepedemie ist auch schon wieder abgeklungen und es herrscht wieder "normale" Ansteckungsgefahr, also alles halb so wild. Haben die Tage dann zunaechst mit Stadterkundungen, einem schon lange nicht mehr genossenen Kinobesuch, dem anschauen eines Kulturzentrums mit Kunstaustellung und anschliessendem anhoeren eines klassischen Guitarrenkonzerts verbracht. Am Freitag gings dann raus aus der Stadt. Haben uns ein Auto gemietet und wollten ein paar Jesuiten Doerfer erkunden. Haben aber zunaechst nicht einmal aus dem chaotischen bolivinaischen Verkehr heraus aus der City gefunden und sind durch kleine Vororte gegurkt. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Strassen waren von dem letzen Regen nur noch Matschpisten oder komplett unter Wasser. Abenteuerlich den besten Weg durch die Seen genommen und trotz unseres 4x4 Jeeps einmal fast stecken geblieben. Anschliessend gings dann doch noch aufs Land, wobei wir zunaechst die bolivianischen Landstrassen mit ihren unzaehligen Schlagloechern bewaeltigen durften, um dann schliesslich auf eine einsame Schotterpiste zu gelangen. Nach etlichen Kilometern, assen wir dann in einem winzigen Doerfchen ein super leckeres Mittagsmenue zum Spottpreis und machten uns anschliessend wieder auf den Rueckweg. Nachmittags gings dann noch in den kleinen aber feinen Zoo von Santa Cruz in dem wir dann den Tag gemuetlich abgerundet haben.
Am naechsten Tag gings mit dem Taxi, ein Fahrerer, wir vier Reisende und alles Gepaeck auf die drei Stunden Fahrt nach Samaipata. Zunaechst den grossen Kampf bestritten um aus der Stadt heraus zu kommen, dann allerdings eine tolle Strecke durch die gruenen Berge und Taeler genossen. Am Nachmittag in dem kleinen super schoenen Doerfchen angekommen und gleich weiter Richtung Inkastaette. Nun wurde dem Taxi uns unserem Fahrer Alesandro alles abverlangt um auf dem engen Ziegenweg den Berg hinauf zu gelangen, Nach einer halben Stunde durchshaken kahmen wir dann an unser Ziel, einem kleinen verstecketen "Campingplatz", an. Wunderschoen gelegen an einem Fluss mitten im Dschungel. Noch ein paar Dorfbewohner beim Samstagsausflug getroffen und unsere Zelte aufgebaut, Als es dann dunkel war, bekamen wir eine phantastischen Anblick zu sehen - den groessten, vollsten und schoensten Sternenhimmel den wir jemals gesehen haben! Millionen von Sterne und die Milchstrasse in ihrer ganzen Pracht. Am naechsten Morgen gings dann gleich ganz frueh zu der Inkastaette ein paar Kilometer weiter den Berg hinauf. Als erste und einziege Besucher konnten wir dann die tollen Tempelanlagen, Opferplaetze, Wohnanlagen, Werkstaetten und eine grandiose Aussicht geniessen. Den restlichen Tag und die darauffolgenden bis heute genossen wir dann Samaipata und unsere gemuetliches Andorina Hostel von Morgens bis Abends. Nicht zu vergessen unser neues Lieblingslokal El Chakana in dem wir super leckere Menus del dias genossen haben.
Heute Abend gehts dann mit dem Nachtbus weiter nach Sucre. Mal schauen wie lang wir fuer die 12h Tour brauchen, da es heute den ganzen Morgen geregnet hat und die Strasse nach Sucre nur zu 30% geteert ist. Dort werden wir wohl drei bis vier Tage verweilen um anschliessend nach Potosi weiter fahren,

Bolivien - Santa Cruz, Samaipata

Inzwischen sind wir aus der 40 Grad Region raus und es herrscht ein angenehmes Klima mit schon recht kalten Naechten und hin und wieder regen. Je weiter wir uns nun fortbewegen, desto milder werden die Tage und kaelter werden die Naechte. In ein paar Wochen haben sich dann die Deutschland - Bolivien Temperaturen schon fast angepasst.
Also, muesst ihr nicht mehr ganz so neidisch auf uns sein, zumindest mal nicht auf´s Wetter.
Gruesse Lucas und Kamala

Dienstag, 10. März 2009

Das Pantanal

Nachdem wir dann endlich eine Agentur gefunden hatten die uns eine 3-taegige Pantanl Tour angeboten hat, gings am Freitag gleich los. Zunaechst aber noch die passende Ausruestung organisiert. Fuer mich gab´s nen stylischen Rangerhut und ne neue Sonnenbrille (Sorry Fabi und Vera, aber die Tolle von euch ist leider zu Bruch gegangen) und fuer alle die keine Mueckenfreunde sind eine gute Auswahl an chemischen Bekaempfungsmitteln. Kleine Anmerkung, sitze gerade draussen und geniesse die Umgebung beim Blogschreiben und werd dabei von unmengen an Viecherzeug aufgefressen.
Sind dann Mittags abgeholt worden und mit dem Bus zwei Stunden ins Pantanalgebiet vorgedrungen. Anschliessend gings dann auf der Ladeflaeche eines Pickups nochmal 30min ueber staubige Wege immer tiefer in die "gruene Hoelle". Mit einer 3cm dicken Staubschicht auf Haut und Gepaeck, kamen wir dann schliesslich in unserem Camp, der Pousada Santa Clara, an. Super Anlage in dessen Mitte eine Holzhaus steht, dessen oberer Teil Schlafplatz ist (geschlafen wird in Haengematten!), im hinteren Teil sanitaere Anlagen stehe und unten gekocht und gegessen wird. Ausserdem hat´s noch die ueblichen Backpacker Vergnuegungssachen wie ueberdachte Haengematten-Chillout-Plaetze, Beachvolleyballplatz und Lagerfeuerstelle. Das ganze liegt super schoen mitten in der Pampa zwischen Wiesen, Waeldern und direkt an einem Fluss in dem Piranhas und Kaimane zu Hause sind. Angekommen gings dann auch gleich zur ersten Aktion. Reiten! Ich natuerlich noch nie auf nem Pferd gesessen geschweige denn geritten. Nach der ersten "Eingewoehnungsphase" und dem Ausprobieren der Steuerung, gings dann auch gleich los. Schoene Tour druch 2m hohes Gras, durch Palmenhaine, durch Seen gewatete und schliesslich mitten durch den Urwald. Nach zwei Stunden waren wir dann wieder sichtlich erschoepft im Lager zurueck. Wusste gar nicht das Reiten so anstrengend ist, hab auch noch drei Tage danach so ein Muskelkater! Abends gab´s dann super leckeres Essen, dass zwei sehr massige original brasilianischen Koechinnen den ganzen Tag zubereitet haben. Vom Fleisch, ueber Kartoffeln, Bohnen, Nudeln, Maniok und Salate - es gab auf jeden Fall immer reichlich zu essen. Am Abend noch gemuetliches zusammen sitzen und das ein oder andere Bierchen/Caipirinha trinken.
Am zweiten Tag gings dann gleich morgens um halb acht zum Piranhas Angeln! Wie bei jeder Aktion, kleine Gruppe von 10 Leuten und unserem Guid Sandro, ein paar Meter den "Hausfluss" entlang gelaufen und an einer geeigenten Stelle unsere Angeln mit Fleischkoeder reingeworfen. Ham dann auch so 8-10 Piranhas erwischt, diese dann zunaechst ausgenommen und zum Mittagslunch gegessen - Mmhh, verdammt lecker! Ausserdem wurden noch die uebrigen Fischreste an die Kaimane verfuettert, auch ziemlich spektakulaer! Mittags war dann erst mal gemuetliches Ausruhen dran und die gefuehlten 45Grad irgendwie ertragen, wobei dann gluecklicherweise ein kleines Gewitter uns Abkuehlung gebracht hat.
Um drei gings dann auf das Highlight unserer Tour, die Bootstour. Zunaechst mussten wir mit einem Traktor und Anhaenger durch sumpfiges Gebiet fahren um ueberhaupt zur Ablegestelle zu gelangen. Dort dann zwei ca. 4m lange Boote bestiegen und 2,5h durch verschiede Fluesse des Pantanals geschippert. Zunaechst tolle Voegel gesehen wie Kolibris, Papagaien, Tukane und Amazonasfischer. Natuerlich alle Arten von Kaimanen, grosse, kleine, dicke, duenne aber auch ein Nest mit nur handgrossen Babys. Ausserdem gab´s noch Wasserschweine, Riesenotter und Affen zu entdecken. Die wirklich grossen Saeuger wie Jaguar, Puma, Wolf und grosser Ameisenbaer haben sich dann allerdings doch zu gut versteckt. Dafuer haben wir noch einen Sprung in das 26Grad warme Flusswasser gemacht und sind quasi mit den Kaimanen geschwommen. Spaeter haben die Guids noch ein paar Piranhas geangelt und diese dann den Kaimanen verfuettert. Somit war diese Tour ein wirklich toller Trip mit vielen Tieren und viel fuers Auge! Am Abend gings nach dem bekannten zusammen sitzen noch einmal mit einem der Guids an den Fluss um die Kaimane bei Dunkelheit zu beobachten. Ein kleiner Taschenlampenstrahl auf das Wasser und von ueberall schauen dich rotleuchtende schimmernde Augenpaare an. (Leider gibts von der ganzen Tour noch keine Bilder, da wir bloederweise keine Kamera dabei hatten, sind aber schon dabei diese von anderen zu organisieren)
Nach einer sehr kurzen Nacht gings dann am Sonntag Morgen um vier aus den Federn um zur Nacht-/Morgentour aufzubrechen. In der Dunkelheit gings auf der Ladeflaeche eines Trucks durch den Dschungel um ein paar der nachtaktiven Gefaehrten aufzuspuehren und evtl. doch noch einen Jaguar zu entdecken. Leider hatten wir da nicht so viel Glueck und bekamen recht wenig zu sehen. Dafuer gab´s dann noch einen schoenen Sonnenaufgang und anschliessend sind wir zu Fuss durch den Wald marschiert. Wunderschoen so nah durch diese Natur zu laufen und dabei den Tag gerade beim Aufwachen zu beobachten. Dabei auch noch ein paar Tiere wie Tukane und Affen gesehen und schliesslich zum Fruehstueck wieder ins Camp zurueck. Der restliche Tag war dann noch zum entspannen und Mittags gings auch schon wieder mit dem Truck die staubige Piste zum Ausgangspunkt zurueck. Dort in einen Minivan gestiegen und in zurueck Richtung Corumba gefahren. Auf halber Strecke haut unser Fahrer dann ploetzlich die Bremse rein ruft was von Schlange und springt aus dem Wagen. Wir natuerlich alle hinterher und tatsaechlich liegt da am Strassenrand eine riesen Anaconda! Wahnsinn so gross! Schaut euch die Bilder an!

Nun sind wir aber auch schon wieder auf dem Weg zu unserem naechsten Reiseziel Bolivien und haben heute Mittag die Grenze passiert. Sind zunaechst in Quijorro in einem Hostel abgestiegen um morgen oder uebermorgen mit dem Zug nach Santa Cruz zu fahren. Allerdings koennte das noch etwas Probleme bereiten da zum einen die Eisenbahner gerade ein wenig in Streiklaune sind und zum anderen die Provinz Santa Cruz und ihre Nachbarn unter Notstand stehen, da dort eine Dengufieber Epidemie herrscht. Aber wir packen uns einfach gut ein und wandeln in einer Wolke aus Anti-Moskito-Spray, dann wird das schon gut gehen.

Pantanal

In diesem Sinne, wuenscht uns viel Glueck und wenig Stiche!
Grusse Lucas und Kamala

Donnerstag, 5. März 2009

Kann mir mal jemand ein wenig Schnee schicken?!?

So nach dem wir unsere entspannten Tage in Conception nun hinter uns gelassen haben, gings am Montag mit dem naechten Bus zunaechst in die fuer Drogenhandel und Schmuggel bekannte Grenzstadt Pedro Juan Caballero. Zunaechst die schon bekannte und immer wieder lustige Stempeljagd begonnen und dabei von unserem so wahnsinnig ueberengagierten Taxifahrerfreund mehr als nur nervig unterstuetz worden. Haben dort dann eine Nacht in einem ziemlich schaebigen Hotel verbracht und Nachts noch kleine, sehr zaehe Mitbewohner getoetet. Am Morgen gings dann auf die brasilianische Seite nach Mato Grosso do Sul und von dort mit dem Bus nach Campo Grande. Dem Busbahnhof Hallo und Tschuess gesagt und 10min spaeter auf dem Weg nach Corumba gewesen. Nachts um eins angekommen und nach langer Abstinenz mal wieder in ein Hostel eingecheckt. Die Stadt ist einer der drei Startpunkte um Tripps in das Pantanal zu machen. Das ist eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde und beherbergt eine vielzahl von Tieren und seltenen Pflanzen. Haben dann auch gerade heute eine 3-Tagestour gebucht, die morgen starte und hoffentlich das bietet was sie verspricht. Von einer Jeeptour, Piraniaangeln, Nighttours, reiten und dem Uebernnachten in Haengematten war zumindestmal die reden. Bin ja mal gespannte was davon alles zutrifft!
Ansonsten ist die Stadt ganz gemuetlich und alles super zu Fuss zu erreichen. Allerdings gehen wir dabei fast ein, da das Thermometer gerade bei 36 Grad steht und kein bisschen Wind zu spuehren ist. Alles klebt an einem und die Wasserflasche ist der staendige Begleiter.
Am Montag gehts dann ueber die Grenze nach Quijarro (Bolivien). Und von dort mit dem Zug nach Santa Cruz de la Sierra zu gelangen. Allerdings muessen wir das erst mal noch naechste Woche auf der anderen Seite der Grenze anschauen, da drei verschiedene Zuege diese Tour fahren.
So, nun gehts erstmal wieder raus in die Hitze! Wuenschen euch was!
Lucas und Kamala