Mittwoch, 28. Januar 2009

Hola Buenos Aires - Hier war ich doch schon mal...?

Und da waeren wir wieder am Anfang unserer Reise angelangt!
Vor knapp 50 Tagen sind wir hier gelandet und haben unseren Trip durch Argentinien begonnen. Haben tausende Kilometer befahren, hunderten Menschen begegnet, viele Staedte und Doerfer bereist und unglaublich viele verschiedene Landschaften, Menschen und Eindruecke gesehen und erlebt. Nach unserem letzten Busmarathon der nun sage und schreibe 48h gedauert hat - da waren die 13h Flug eine Kleinigkeit dagegen - sind wir wieder in der pulsierenden Metropole Buenos Aires angekommen. Damit wird sich nun auch in den naechsten Tagen das Kapitel Argentinien schliessen, und das neue Kapitel Uruguay zu oeffnen!!!
Nach der doch etwas laengeren Fahrt sind wir nun im Mate Hostel mitten in B.A. eingecheckt. Nun ruft erst einmal eine Dusche und ein richtiges Bett nach uns, um dann heute Mittag/Abend uns ueber den naechsten Weg schlau zu machen. Werden vermutlich von Tigre (Voroert von B.A.) mit der Faehre nach Carmelo (Uruguay) fahren - soll wunderschoen durch das Flussdelta sein! Um dann von dort nach Colonia und schliesslich nach Montevideo zu kommen. Allerdings gehts ab jetzt wieder etwas gemuetlicher zu und wir lassen uns Zeit. Allerdings moechte ich doch recht zuegig (morgen oder uebermorgen) hier wieder aufbrechen, da ich gerade wenig Lust auf diese (gerade) doch sehr stickige und ueberfuellte Grossstadt habe. Nach dem schoenen aber auch kalte Patagonien zieht es uns nun doch schnell an die warmen Straende Uruguays!

So, nun steht mal unser Plan fuer die naechsten Tage und wir werden uns bald wieder melden.
Viele Gruesse aus dem nun wieder 30 Grad warmen Buenos Aires!
Lucas und Kamala

Sonntag, 25. Januar 2009

Usuhaia - Das Ende der Welt!!!

So nun ist es soweit - das Ende der Welt hat uns erreicht oder besser wir es.
Sind nun seit drei Tagen in Usuhaia angekommen und haben ein wenig antarktische Luft geschnuppert, die immer mal wieder herueber weht. In dieser 50.000 Einwohner Stadt treffen sich Backpacker, Kreuzfahrtschiffe und Antartiksforscher um dieses einmalige Gebiet zu besuchen und zu erkunden. In einer Bucht am Beagle-Kanal gelegen, kann Usuhaia sowohl vom Atlantik wie auch vom Pazifik angesteuert werden und hat somit einen grossen Reitz fuer alle Arten von Schiffen. Dies zeigt sich auch an den taeglich wechselnden Frachtern und Kreuzfahrtschiffen die im Hafen anlegen. Haben hier ein super gemuetliches Hostel am Berghang bezogen. Morgens aufstehen und erste einmal die phantastische Aussicht geniessen die man vom eigenen Balkon hat. Die Tage zunaechst mit dem Erkunden der Stadt und der Umgebung gefuellt und fuer heute eine Bootstour entlang des Beagelkanals und diversen Inseln gebucht. Mal schauen ob wir auch ein paar Seeloewen und Pinguine zu Gesicht bekommen.
Ausserdem auch gleich unsere Rueckfahrt nach Buenos Aires klar gemacht! Es geht naemlich schon morgen frueh um fuenf wieder los. Zunaechst wieder nach Rio Gallegos (12h) und von dort direkt nach Buenos Aires entlang der Ostkueste (36h). Haben ja schon auf der Hinfahrt eine 18 Stunden Tour hinter uns gebracht, also sind wir gut in Uebung. Aber wird dennoch eine verdammt anstrengende Strecke!

So nun heisst es erstmal warm einpacken und auf unseren kleinen Kutter steigen um den Wellen zu trotzen und der Antarktis noch ein Stueckchen naeher zu sein.
Antarktische aber dennoch herzliche Gruesse, Lucas und Kamala

Mittwoch, 21. Januar 2009

Perito Moreno Gletscher!!!

Welcome El Calafate!
Nun sind wir schon einen guten Schritt auf unsere Tour nach Sueden fortgeschritten und stehen kurz vor dem Abschluss in Usuhaia. Doch zunaechst sind wir am 19.01. hier angekommen und mussten uns auf die Suche nach einem Hostel machen. Wie Fortuna es wollte haben wir auch ein schickes, gemuetliches Hostel im Holzhaeuschenstiel gefunden, dass gerade noch zwei Betten fuer uns hatte. Leider merkt man die Hochsaison nicht nur an den aus ausgebuchten Schlafplaeten, sondern auch an den erhoehten Preisen. Am Abend gings dann schoen lecker in eine Parrilla zum Fleisch essen, 400g fuer gerade mal 9 €! (an Dirk:Leider keinen Foto dabei gehabt :( , aber war riesig und lecker!). Gestern einen gemuetlichen Tag eingelegt und Plaene geschmiedet.
Heute gings dann an den beruehmten Perito Moreno Gletscher!!!
Zunaechst gibt es nur ein Wort: Atemberaubend! Der Gletscher ist die Hauptsehenswürdigkeit des als UNESCO-Weltnaturerbe eingestuften Natinalparks Los Glaciares. Eine Besonderheit des Perito Moreno ist, dass er einer der wenigen bekannten Gletscher außerhalb der Antarktis und Groenlands ist, der noch kontinuierlich wächst. Zunaechst gings mit dem Bus die 80km zum Nationalpark. Angekommen, stiegen wir auf ein katamaranartigen Aussichtsschiff um ganz nah an den Gletscher heran zu fahren und das Eis knacken und brechen zu hoeren und zu sehen! Ein phantastischer Anblick so nah an diesen gewaltigen Eismassen entlang zu fahren und das Spiel zwischen Wasser, Eis und Bergen zu betrachten. Wir wurden auch Zeuge, wie eines dieser riesigen Stuecke abbrach und mit viel getoese auf dem Wasser aufschlug. Ausserdem trieben viele kleine Stuecke um das Boot herum die man herausfischen koennte um damit seinen Drink zu kuehlen. Nach der Schiffstour gings dann weiter an den "Aussichtspunkt" unmittelbar vor dem Gletscher. Hier kann man ueber viele Wege und Aussichtsplattformen zunaechst den gesamten Gletscher ueberblicken, um dann immer weiter hinunter zu steigen und am Fusse des gigantischen Eisberges direkt vor ihm zu stehen! Einfach Atemberaubend!

Wie schon die letzten Male muessen wir euch leider wegen der Bilder vertroesten. Diese werden gerade auf DVD gebrannt und werden dann nachgeliefert. (Mach ein paar vom Gletscher rein)
Vielleicht sogar noch heute Nacht - will aber nichts versprechen, da ich nicht weiss wie lang die Internetcafes hier aufhaben.

Wir haben naemlich heute noch eine laengere Nacht vor uns, da um 03:00 Uhr Ortszeit Morgens unser Bus auf seine 16 Stunden Tour direkt ans Ende der Welt geht! Werden dann morgen (22.01) am Abend in Usuhaia ankommen. Dieses mal sogar mit Hostelvorbuchung! So werden wir uns vermutlich das naechst mal von dort melden.

Wuenschen euch ne gute Nacht oder feiert mit uns bis in die Morgenstunden!
Gruesse Lucas und Kamala

Sonntag, 18. Januar 2009

Hiking am Fitzroy

Buenos Dias!

So nun ist auch schon wieder etwas her seit unserem letzten Bericht. Liegt zum einen an den sehr langsamen Internetverbindungen hier in Patagonien, aber zum groessten Teil doch an dem Zeitmangel, da wir staendig unterwegs sind.
Seit dem letzten Eintrag sind nun acht aufregende Tage vergangen! Zunaechst ging es am Dienstag mit dem Bus die beruehmte Ruta 40 entlang. Phantastische Strecke die zunaechst noch als einfache Teerstrasse began, dann sich aber bald nur noch in eine Kies- und Schotterpiste verwandelte. Der Bus glich eher einem Schiff, dass sich schwankend und schnaubend seinen Weg durch die endlose Steppe bahnte. Auch im Inneren konnte man leicht Seekrank werden, da der Bus von einer Seite der Strasse auf die andere trudelte um so den groessten Schlagloecher auszuweichen. Die Landschaft die sich in der 2-taegigen Fahrt staendig veraenderte, war spektakulaer anzusehen. Zunaechst noch weite gruene Ebenen die von verschieden Pflanzen bewachsen war und in der ferne die Berge sich abzeichneten. Je weiter der Weg Richtung Sueden ging um so karger wurde die Landschaft und die Berge umgaben einen ringsum. Nach einem Zwischenhalt in Perito Moreno gings am naechsten Tag frueh weiter. Immer weiter die Berge entlang bis wir schliesslich in El Chalten ankamen. Ein kleines Doerfchen, dass hauptsaechlich von Bagpackern und Bergsteigern besucht wird, da es direkt am Fusse des Fitzroy gelegen ist. Einem 3440m hohen phantastischen Berg der die gesamte Kulisse dominiert. Hier wurden wir zunaechst von einem orkanartiken Sturm begruesst, der mit enormen Windgeschwindigkeiten und peitschendem Regen auf uns niederging. Sehr spektakulaer und sehr nass! Die weitern Tage waren dann aber wieder recht schoen. Heute Mittag sind wir dann von einem 3-taegigen Trip durch die Berge, bis hin zum Fitzroy, zurueck gekommen. Phantastische Natureindruecke haben den gesamten Weg begleitet. Der anstrengende Aufstieg wurden dann aber auch von dem genialen Blick auf die Bergkette, den kleinen Gletscher, die kristallklaren Bergseen und natuerlich dem Fitzroy belohnt. Haben bergsteigermaessig auf dem Weg unser Zelt aufgeschlagen und trotz voller Vermummung doch etwas gefroren. Aber auf jeden Fall war dies der beste hiking den ich bis jetzt erlebt habe!

Nun gehts morgen weiter nach El Calafate und dann in den naechsten Tagen hoffentlich (wenn wir eine Fahrtmoeglichkeit bekommen) ans Ende der Welt, nach Usuhaia!
Werden vermutlich dann auch mal wieder in einem Hostel vorbei schauen, da es ja nun noch ein wenig kaelter werden wird.

Viele Gruesse und wir frieren gerade auch ein bisschen, so wie ihr.
Lucas und Kamala

Samstag, 10. Januar 2009

Krankheiten und Sonnenuntergaenge

Hola! Ein Lebenszeichen von uns!

Nachdem unsere Reise nun wieder weitergeht und wir neue Orte angetroffen haben, gibts mal wieder was von uns zu hoeren. Zunaechst haben wir noch ein paar Tage in El Bolson verbracht. Zum einen um noch ein wenig die Natur zu erkunden und dabei phantastische Touren durch verlassenen Steinbrueche, bambusbewachsene Berghaenge und wunderschoene Wasserfaelle zu entdecken. Und zum anderen, da uns eine kleine Krankheitswelle erfasst hatte/hat und unseren Aufenthalt dadurch ein wenig hinausgezoegert wurde. Bei mir (Lucas) hat sich dies nur durch eine schlaflose Nacht, wegen Ohrenschmerzen, gezeigt. Doch Kamala hat's da doch ein wenig mehr erwischt. Sie sitzt nun seit 5 Tagen schniefend und hustend neben mir und verteilt ein wenig Grippeviren hier und da. Aber, nach eigener Aussage, gehts schon wieder steil bergauf. Also wird noch viel Tee getrunken und auskuriert!

Am Donnerstag ging's dann weiter nach Esquel. Eine kleine Stadt 160km von El Bolson entfernt, dass man schon als kleinen Skiurlaubsort bezeichnen kann. Jepp, Ski! Allerdings nur im Winter, also jetzt gerade nicht. Sind dann gleich am Busbahnhof von einem netten Typ auf sein neues Hostel mit Camping hingewiesen worden, mit dem wir dann auch spaeter hin gefahren sind. Gepaeck auf seinen Landrover geschnallt und weiter nach Trevelin (20km entfernt) in ein super tolles kleines aber sehr feines Hostel gefahren. Wird von zwei jungen Israelis gefuehrt und hatte gerade vor zwei Wochen Eroeffnung. Hier gibts mehr Isralis als man denkt! Irgendwie ziehen wir die an, allerdings sind wir anstaendige Gaeste und haben noch keine politischen Diskussionen angefangen.

Hier sind wir nun wirklich in Patagonien angekommen! Wenn man aus dem Zelt kriecht hat man nur weites Weideland vor sich das erst von den angrenzenden Bergen eingezaeunt wird. Man kann einfach losziehen und seinen eigenen Weg gehen. Durch endlose Wiesen streifen, Blumenfelder durchwandern und phantastische Sonnenuntergaenge erleben. Und das ist erst der Anfang von Patagonien, wir freuen uns schon was da noch kommt!!!

Werden nun hier noch bis Dienstag bleiben und dann unseren Weg weiter gehen. Zunaechst mit dem Bus die Ruta 40 entlang, mit Stop in Perito Moreno und dem ersten Ziel El Chalten. Drei Tage unterwegs mit Zwischenstopps zum essen und schlafen. Wollten eigentlich ein Auto mieten, dies ist aber zum einen nicht so einfach es an einem anderen Ort abzugen und zum anderen wesentlich teurer. Also, bleiben wir doch bei unserem Hauptverkehrsmittel, dem Bus.

Werden nun unsere Feuerstelle wieder anheitzen und ein leckers Steak darauf grillen um den Abend mit patagonischem Wein und der untergehenden Sonne zu geniessen.

In diesem Sinne! Viele Gruesse Lucas und Kamala

Sonntag, 4. Januar 2009

Scheenes Neies!!!



So, nun wuenschen wir euch natuerlich erste einmal a gut's Neies!!!
Hoffe ihr habt alle schoen gefeiert, seid unverletzt und habt eure guten Vorsaetze nicht schon alle wieder ueber Bord geworfen. Wir haben die Silvesternacht zunaechst mit einer trommelnden, singenden und gute Stimmung verbreitenden Kombo aus El Bolson gestarten und in das neue Jahr gefeiert. Spaeter gings dann in eine der zwei Kneipen des Ortes in denen sich aber dafuer alle getroffen haben und noch lange gefeiert wurde. Kurz um ein schoenes, feucht-froehliches Silvester!
Die letzten Tage wurde dann ausgiebig der Entspannung, der Sammlung neuer Kraefte und des geniessens der Umgebung gewidmet. Sind noch immer auf dem klasse Campingplatz in El Bolson und werden vermutlich auch noch mindestens zwei weitere Tage hier verbringen.
Gestern hatten wir dann mal wieder einen klasse aktiv Tag. Nach dem Aufstehen, dem Fruehstueck und dem verdauen des Fruehstuecks ging's heut endlich mal wieder in die Natur. Haben uns fuer eine 6km Strecke auf einen der nahen Berge entschieden. Die Cobeza del Indio ist eine begehbare Felsformation von der man einen gigantischen Blick in das Tal, den Rio Azul und den Lago Puelo hat. Ausserdem aehnelt ein Felsvorssprung sehr der Silhouette eines Mannes. Wir sind natuerlich in der groessten Mittagshitze los und hatten zunaechst einen staubigen und sehr steilen Weg vor uns. Erst einmal ging es ueber einen Zufluss des Rio Azul, der schon sehr zum hineinspringen einlud. Doch fuer uns stand zunaechst der Aufstieg zum Cobeza del Indio noch befor. Eine staubige Schotterpiste, auf der sich aber auch immer mal wieder ein Auto oder Taxi (fuer lauffaule Touris) den Berg hinaufquaelte. Nach 6km oben angekommen waren wir aber von der beeindruckenden Aussicht auf das gesamte Tal, die Flusslaeufe, die Seen, Felder und Berge mehr als entschaedigt. Der Cobeza del Indio ist als Rundweg ausgewiesen und man steigt zunaechst ueber kleine Pfade, spaeter ueber Treppen immer hoeher und steiler in den Fels ein. Oben angekommen kann man sich auf sehr duennen Pfaden entlang der phantastischen Felswand hangeln und die geniale Aussicht bewundern. Wie schon benannt stellt einer der Felsen das Gesicht eines Mannes dar. Das Highlight war dann allerdings der weitere Aufstieg auf die Spitze des Berges. Dies war kein Teil des Weges, sondern eher eine Art Hirtepfad (viele Hufabdruecke von Eseln oder Mulis). Ein toller Weg schlaengelte sich empor und man konnte ganz alleine und abgeschieden die Umgebung geniessen. Ganz oben war dann natuerlich der Ausblick noch ein wenig specktakulaerer! Dort dann viele Fotos gemacht, eine Picnicpause eingelegt und am liebsten die Nacht hier oben verbracht. Einfach nur spektakulaer!
Der Abstieg war dann, wie zu erwarten, wesentlich entspannter und wir kamen puenktlich zum Sonnenuntergang an unserem Lager an. Mit einem leckeren Abendessen rundeten wir den tollen Tag ab und freuen uns nun schon auf die naechsten Erlebnisse.

Viele Gruesse Lucas und Kamala