Donnerstag, 30. April 2009

Nur noch 20 Tage Suedamerika...

So, nun werden die Tage immer weniger und die Blogs schliessen sich auch daran an. Nachdem wir das letzte mal noch in Lima waren, gings anschliessend an der Pazifikkueste entlang Richtung Norden. Die naechste Stadt fuer einen Stop war dann Trujillo, super schoene alte Gebaeude, Kirchen und Plaetze. Ausserdem die groesste Lehmziegelstadt der Welt erkundet, Chan Chan. Die um 1300 enstandene Staette war einmal die groesste praekolumbische Stadt Amerikas und erstreckt sich mit seinen 10.000 Gebaeuden auf einer risiegen Flaeche. Toll anzuschauen! Weiter gings an den phantastischen Straenden Perus entlang bis zur Grenzstatdt Tumbes um dann schliesslich nach Ecuador einzureisen. Nun sind wir seit drei Tagen in Guayaquil, mit knapp 2 Millionen Einwohnern die groesste Stadt des Landes. Eine tolle pulsierende Metropole die einen an Buenos Aires und die anderen Hauptstaedte unsere Reise erinnert, allerdings alles etwas kleiner. Die Stadt hat neben ihren tollen Pasagen, Gebaeuden und Plaetzen vor allem eine phantastisch angelegte Uferpromenade zu bieten. Hier kann man Stundenlang entlang laufen, in den vielen Parks entspannen und an jeder Ecke sich den Bauch voll schlagen. Ausserdem herrscht mal wieder eine drueckende Bombenhitze, die die Erkundungstouren zur schweisstreibenden Angelegenheit macht.
Morgen gehts dann vermutlich weiter an die Kueste, in ein paar Tagen dann nach Quito und schliesslich nach Kolumbien. Nun heisst es wirklich, die letzten Tage gut planen, um noch viel aus diesen beiden Laendern mit zu nehmen.

Trujillo & Guayaquil


Auch fuer alle zu Hause heisst es nun die Tage zaehlen, denn all zu lang habt ihr uns nicht mehr vom Hals :-)

Gruesse Lucas, Kamala

Montag, 20. April 2009

Oase vs. Grossstadt

Nachdem wir ueber den Titikakasee nach Peru eingereist waren gings zunaechst in einen der tiefsten Cayons der Welt. Die gigantisch anzusehenden Colca Canyons haben vom hoechsten Gipfel bis ins Tal eine Hoehe von 3200m an dessen Spitze Schnee liegt und in dessen Flusstaelern Palmen und Kakteen wachsen. Ausserdem lebt hier eine vielzahl an Condoren, die man aber leider erst ab Juni zu Gesicht bekommt. Dennoch spektakulaere Aussichten genossen und ein wenig rumgewandert. Weiter gings dann ueber Arequipa, immer tiefer, bis zu den Wuesten um Ica herum. Zunaechst an der Westkueste entlang, bis sich irgendwann die umliegende Aussicht in eine einziege Sandlandschaft verwandelt. Ein paar Kilometer von Ica entfernt, liegt eine kleine Oase Huacachina, umgeben von Palmen und Hotels. Dort vier sehr entspannte Nichts-Tu-Tage verbracht und einfach entspannt. Sitzt man dann Abends auf den hoechsten Duenen, kann man die tolle Aussicht der nicht enden wollende Sandlandschaft geniessen. Ausserdem gabs noch nen klasse Sonnenuntergang, bei dem die ganze Umgebung ein wenig an 1001 Nacht erinnerte. Am naechsten Tag gings schliesslich nach Lima, Perus Hauptstadt. Auch wieder eine Riesenstadt mit 8,2 Millionen Einwohnern. Allerdings liegen die verschiedenen Virtel ziemlich verstreut, und man muss sich viel mit Bussen und Taxen fortbewegen. Haben uns dort gleich mal ins gleiche Hostel wie dr Villi (Kamalas Schwager in Spe), den wir ja schon mal in Cochabamba getroffen haben, einquartiert. Zu dritt dann die letzten Tage verbracht, seinen Geburtstag gefeiert und ein wenig die Stadt erkundet. Gestern ist er dann allerdings schon wieder nach Deutschland geflogen und wir werden noch ca. 2 Tage hier verbringen. Noch mehr von der Stadt sehen und schauen wo´s als naechstes hingeht.
Vermutlich einfach mal die Kueste entlang um langsam der ecuadorianischen Grenze naeher zu kommen.

Huacachina


Lima

Viele Gruesse
Lucas, Kamala

Samstag, 11. April 2009

Frohe Ostern!!!

So nun bekommt ihr doch auch mal wieder was zu hoeren. Das letzte beschriebene Reiseziel war ja Cochabamba. Dort haben wir drei Tage verbracht und sind anschliessend nach La Paz weitergereist. La Paz, die inoffizielle Hauptstadt und Regierungssitz von Bolivien! Eine tolle Stadt mit unglaublich viel Charme und einer absolut chaotischen Bauweise. Hier haette jeder Staedtebauer seine grosse Freude oder das grosse Entsetzen. In einem Tal gelegen, umgeben von einer gigantischen Bergkulisse und so weit das Auge reicht stehen Haeuser und Huetten auf, neben, ueber und in einander. Die engen Strassen sind von hunderten von Taxis, Bussen und vor allem Minibussen so vollgestopft, dass meistens gar nichts mehr geht. Dazwischen strahlen die alten Regierungsgebaeude und schoenen Plaetze und laden zum verweilen ein. Ausserdem kann man hier wunderbar Geschenke und Souveniers shoppen, dass wir dann auch in grossem Stil gemacht haben! Eingezogen sind wir gleich neben dem skurrilen Hexenmarkt von La Paz. Auf diesem kann man verschiedenste Kraeuterchen, Traenke, Lamafoeten, getrocknete Kroeten und sonstiege Wundermittelchen kaufen um sein Leben zu erleichtern oder Unterstuetzung von der Unterwelt zu bekommen. So wird z.B. bei einem Hausbau ein Lamafoetus unter der Tuerschwelle vergraben um den Bewohnern Glueck zu bringen. Die Stadt kann man auch wunderbar zu Fuss erkunden denn man wird sich nie verlaufen. Immer den Berg hinab und man ist wieder auf der Hauptstrasse. Allerdings kommt man bei den immer noch 4000 Hoehenmetern ziemlich ins schwitzen und hecheln.
Nach vier Tagen gings dann wieder weiter an den beruehmten Titikakasee. Der hoechsten beschiffbare See der Welt (in dieser Groesse)! Wunderschoen zwischen Bergen gelegen und ein wenig an unseren Bodensee erinnerend (ach mein Bodensee!!!) sind wir zunaechst in Copacabana angekommen. Am zweiten Tag gings zunaechst mit dem Schiff auf die Isla del Sol. Die Sonneninseln, auf der der Legende nach der Ursprung der Inkas liegt, kann man phantastisch ueber Huegel, Berge und Taeler wandern und hat dabei nichts als Ruhe und Enspannung um sich. Keine Autos, keine Maschinen und nur sehr wenige Menschen bewohnen diese Insel. Wunderschoen auf einer Bergspitze gezeltet und am naechsten Tag fruehmorgens den Inkatrail zum Sonnentempel abmarschiert. Zunaechst in stroehmenden Regen, spaeter mit tollem Sonnenschein ueber die alten Pfade und Wege gewandelt. Dies ist auf jeden Fall eine Insel um darauf gluecklich zu Leben!
Nun sind wir gestern ueber die Grenze nach Peru eingereist und sitzen gerade in Puno zum Fruehstuecken. Gegen Mittag gehts aber dann schon wieder weiter nach Arequipa und zu den nahen Colca Canoyns. Der weiter Weg wird an der Westkueste entlang nach Lima fuehren.
Wer es noch nicht weiss, wir haben nun unserern Rueckflug gebucht und werden am 21.05.09 Morgens um 7:00 Uhr in Frankfurt ankommen. Die Kamala hat sich jetzt doch keinem Kloster angschlossen und wird auch in keinem Heim hier arbeiten. Somit reisen wir nun doch bis zum Schluss gemeinsam weiter. Der weitere Weg wird uns durch Peru, ein bisschen Ecuador und schliesslich nach Kolumbien fueheren. Von Bogota gehts dann schliesslich wieder zurueck nach Deutschland.

La Paz


Copacabana


Wir wuenschen euch allen ein schoenes Osterfest und viele bunte Eier!

Viele Gruesse
Lucas, Kamala